History
Der Grundstein für Warsaw wurde im Prinzip auf der Autobahn durch einen vorbeifahrenden LkW gelegt, der zufällig aus Warschau kam. Man beschloss, dass die englische Bezeichnung dieser Ortschaft ein guter Bandname sei und da man von keiner Band wusste, die einen solch coolen Namen trug, musste eben jemand den Schritt tun und diese gründen. Die Band selbst benutzt den Namen allerdings im (Schwach-) Sinne der beiden englischen Worte „war“ und „saw“, also einer Säge, mit der man Krieg macht. Das geschah irgendwann Ende 2006.
Die Leute hatte man schnell zusammen, hatten doch Schlegelhead und Chris der Berg schon immer den Traum einer gemeinsamen Band, den sie sich zunächst mit „Christian Christ Cemetary Graveyard Fuck“ erfüllen wollten, allerdings kam es leider nie zum gewünschten Mix aus Grindcore und Ska und man konnte von ein paar vorzeitig aufgenommenen Hidden-Tracks, einer herrlich verdummenden Homepage, sowie einem selbstgeführten Interview mal abgesehen nichts vorweisen. Zu diesem illustren Haufen stießen außerdem Achim (der zuvor bei der Band Quratz getrommelt hatte) und Chris der Bergs Bruder Schlex (seines Zeichens Ex-Bassist von Anti-Trust) und jeder konnte etwas Banderfahrung mitbringen, was den Schaffensprozess enorm förderte.
Die Musikrichtung war eigentlich auch gleich klar, da jedes Mitglied sich mehr oder minder dem Thrash Metal verschrieben hatte. Durch andere musikalische Einflüsse und spielerische Defizite kann man einen Punk/Hardcore- Einschlag nicht verleugnen. Die Band selbst bezeichnet diese Art von „Musik“ gerne als Chaos Thrash. Im Endeffekt eigentlich auch völlig egal, da man ohnehin nur mit dem Ziel, so besoffen wie möglich wieder raus zu kommen, in den Proberaum ging (der bei genauerem Betrachten einfach nur Achims Keller war). Wie es aber das Schicksal wollte, begann man irgendwann damit, sich dem ganzen etwas intensiver und ernsthafter zu widmen. Die Zeit in die Band zu investieren war kein Problem, da man sich eh jedes Wochenende getroffen hat, jedoch fungierte Chris der Berg zu dem Zeitpunkt noch als Drummer bei der Band StaatsPunkrott und es war ihm untersagt, Zweitbands zu führen, weshalb man immer unter dem Mantel des Schweigens agieren musste.
Als man dann richtig begonnen hatte, regelmäßig zu proben (und sich trotzdem weiterhin zu betrinken), stellte man Mitte 2007 die Überlegung an, sich einen zweiten Gitarristen ins Boot zu holen und setzte diese Überlegung auch in die Tat um. Der gefundene Mann war ein Thrash Maniac, wie er im Buche steht namens Simon Hellhammer oder auch einfach nur liebevoll „Meier!!“ genannt. Mit ihm zusammen nahm man dann auch das erste Demo-Album mit dem Titel „Home Made Hell“ in Schlegelheads Wohnzimmer auf, das Ende 2007 in Eigenregie veröffentlicht wurde. Der Sound klingt zwar auch nach Schlegelheads Wohnzimmer, aber man hatte wenigstens die ersten eigenen Ideen verwirklicht und konnte schon mal mit einer Demo angeben.
Anfang 2008 kam dann leider bereits die Diskussion auf, wie man wohl mit Simon weiter verfahren wolle. Er war ein Supertyp und von der Einstellung her der richtige Mann in dieser Runde, allerdings stellten die Gründungsmitglieder fest, dass im Prinzip kein Mensch der Welt in den eingeschworenen Haufen von Freunden passte, der sie doch waren. Die Gründungsmitglieder kennen sich teilweise seit Grundschuljahren (Achim und Schlex besuchten die selbe Klasse) und verbringen ihre Wochenenden zusammen, seit man das eben macht. Simon hatte das Problem nicht so nah beim Rest der Band zu wohnen und hatte zudem noch seine „Hauptband“ Fäff In Fire, um die er sich auch intensiv kümmern musste. Dadurch ergaben sich immer wieder Probleme: Er konnte das Auto nicht haben, hatte Proben mit FiF oder war aus anderen Gründen verhindert, die Warsaw- Proben wahr zu nehmen. Am Ende war das Hauptproblem, dass ihn all diese Tatsachen zusammen daran hinderten, mit dem Proben des ganzen Materials nach zu kommen. So ging man also Anfang 2008 in musikalischer Hinsicht schweren Herzens getrennte Wege, was aber auf die weitere Beziehung zwischen ihnen keinen Einfluss hatte.
Nachdem man sich also im Guten getrennt hatte, begann der Vierer bereits im Frühjahr 2008 mit den Aufnahmen zur zweiten Demo- Scheibe „A Holiday In Violence“. Dank neuem Equipment (Weihnachten bei Familie Schlegel...) klingt der Sound etwas besser als noch auf der ersten Demo, wenn Rick Rubin auch immer noch im Grab rotieren würde (wenn er schon tot wäre).
Das und Vieles mehr haben die Jungs bis zu diesem Zeitpunkt in ihrem Leben erlebt. Im Augenblick ist die Band auf der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten und Abnehmern ihrer Demo- Scheibchen und man kann gespannt sein, was die kommende Zeit den Buben noch bringen mag...